Zwischenbericht aus
Shanghai----oder: Ja, er lebt noch!
Nihau, nihau!
Nun sind schon zwei Monate
meines Praxissemesters in Shanghai vergangen und es wird Zeit, ein kleines
Zwischenresumé zu ziehen…
Das Praktikum bei Quiksilver
ist…super! Bin größtenteils im Marketing- und Eventmanagement-Bereich tätig und
bekomme fachlich jede Menge interessante Einblicke. Quiksilver ist seit ca.
zwei Jahren in Mainland-China auf dem Markt und befindet sich demzufolge noch
am Beginn des Markteintritts. Bisher gibt es sechs Stores in und um Shanghai
und peu a peu werden weitere Läden in Richtung Norden eröffnet, die allesamt
durch eigene Werbekampagnen und Sales-Aktionen promotet werden.
Hinzu kommt das so genannte
„Core Sports Marketing Management“, bei dem inzwischen sechs professionelle chinesische
Skateboarder bei Quiksilver unter Vertrag stehen und die von Shanghai aus gemanaged
und gesponsert werden.
Ein weiteres Gebiet ist das
Event-Management: im März hat Quiksilver im Rahmen der ISPO das zweite „Shanghai
Skate Masters“, ein internationaler Amateur- und Profi-Skatekontest,
organisiert. Weitere Events sind Demo-Shows in verschiedenen High Schools und
Universitäten im Großraum Shanghai (der im wahrsten Sinne des Wortes sehr, sehr
groß ist…) und verschiedene Summer-Parties, bei denen der Quiksilver-Lifestyle
und eben die Marke bekannt gemacht werden sollen.
Alles in allem ein sehr
angenehmes Arbeitsklima (KEIN Anzug!!!) und echt nette Kollegen, mit denen es
allerdings eine recht lange Zeit gedauert hat, auch privat eine gewisse
Atmosphäre zu schaffen. Aber wenn das Eis mal gebrochen ist, dann sind sie auch
nicht viel unterschiedlicher als „wir Europäer“…
Das Alltagsleben hingegen
ist eine Herausforderung! Der Verkehr ist eine „Katastrophe“ und teilweise ein
Überlebenskampf, beim U-Bahn-Fahren sollte einem eine gewisse körperliche Nähe
unzähliger Menschen nicht unangenehm sein und auch das ausstoßen
verschiedenster Laute und Körperflüssigkeiten (nicht falsch verstehen, es geht
meistens um Speichel…) auf der Straße oder beim Essen im Restaurant sind
gewöhnungsbedürftig aber nach einer bestimmten Zeit irgendwie…liebenswert… Man
gewöhnt sich relativ schnell daran! Warum allerdings einige Leute manchmal
rückwärts laufen habe ich bisher noch nicht herausgefunden…
Kulinarisch ist dieser
Aufenthalt ein Traum, man sollte aber offen für ALLES sein (Zitat: „Gegessen
wird, was vier Beine hat und kein Stuhl ist, was fliegt und kein Flugzeug ist,
was schwimmt und kein U-Boot ist“)! Und das für richtig wenig Geld! Von Vogelgrippe
kein Spur (bisher zumindest…).
Bleibt nur noch das
Nightlife: kurzum - es wird einer Weltmetropole mehr als gerecht (wer mich
kennt, weiß was das bedeutet…)!!!
Zwischenfazit: die bisher
beste Entscheidung meines Lebens! So ein Auslandsauf-enthalt ist wirklich jedem
zu empfehlen!
In diesem Sinne,
Zaijian!
Alessandro La Blunda
Sportmanagement 7. Sem.

Kulinarisches
Highlight: Hühnerfuß beim Chicken-Pot ↑
Laowei (Langnase) in der Shanghaier Altstadt