Erfahrungsbericht meines sechsmonatigen Praktikums in einer Vertriebsniederlassung der Lufthansa Cargo AG in Prag (Tschechien)
Recht
kurzentschlossen marschierte ich Anfang Januar in das Büro von Herrn Borgmann,
um mich nach der Möglichkeit eines Auslandspraktikums zu erkundigen. Was ich
damals noch nicht ahnen konnte war, dass ich bereits 3 Monate später im Flugzeug
von Frankfurt nach Prag saß, um 6 Monaten voller interessanter Erfahrungen und
Herausforderungen zu begegnen.
Obwohl
es eine sehr gute Erfahrung war, gibt es natürlich im Nachhinein einige Dinge
die ich jetzt anders machen würde, doch dazu soll dieser Bericht ja auch dienen
und Erfahrungen weitergeben.
Zuerst
ist ganz klar der Planungshorizont zu erwähnen, denn 3 Monate sind schon sehr
kurz und ohne Herrn Borgmann und Frau Neukirchen wäre alles bestimmt nicht so
glatt gelaufen. Wer sich also Termindruck im bezug auf das Stipendium ersparen
will, sollte am besten einen Planungshorizont von 6 Monaten anvisieren und
bereits vorher mal ein Gespräch mit Frau Neukirche oder Herrn Borgmann geführt
haben.
Auf
die Frage wie es mir gefallen hat, antworte ich ganz klar mit GUT. Frage 2 ist
dann immer, wie mir die Stadt gefallen hat. Hierzu ist folgendes zu sagen:
Prag
ist zu jeder Jahreszeit ein Traum und eine wirklich wunderschöne Stadt. Bei
näherer Betrachtung fällt es jedoch sofort auf, in welchen Gegenden sich
Touristen aufhalten und wo nicht, dort wurde dann weniger Geld für die
Restauration alter Häuserfassaden investiert. Kulturell hat diese Stadt sehr
viel zu bieten und auch in 6 Monaten ist es schwer alles wahrnehmen zu können,
was interessant ist.
Wo
wir es gerade mit Touristen hatten, sollte auch gesagt werden, dass das Preisniveau auch sehr stark von den Touristen abhängig
ist und es somit ratsam ist die Kollegen zu fragen wo man am besten was trinken
geht, um keine Überraschungen zu erleben. Hier mein persönlicher Favorit, das
„Al Capones“:

Des
weiteren ist zu sagen, das lediglich Wohnen „teuer“ ist und man es ansonsten
mit sehr moderaten Preisen zutun hat. Besonders günstig kommt man bei den Verkehrsmitteln
weg, wenn man sich ein 3-Monatsticket kauft. Hierzu benötigt man ein Passfoto,
da der Ausweis Personengebunden ist und sofort ausgestellt wird.
Ja
und wie hat mir die Arbeit dort gefallen? Wie habe ich mich mit meinen Kollegen
verstanden?
Die
Arbeit war sehr interessant, ich hatte meinen eigenen Aufgabenbereich und es
war sehr eigenverantwortliches Arbeiten gefragt. Da sich das Aufgabengebiet von
den anderen Mitarbeitern unterschied und ich nicht mit dem direkten
Tagesgeschäft konfrontiert war, ist es meinen Kollegen nicht immer möglich
gewesen all meine Fragen zu beantworten, dennoch war die Atmosphäre im Büro
stets sehr hilfsbereit. Die Internationalität eines Unternehmens wie der
LH-Cargo wird einem immer dann ganz besonders bewusst, wenn Meetings des
Regional Manager oft Europaweit/Weltweit stattfinden und Fragen/Informationen
dann gebündelt werden müssen, sobald der Chef ausser Haus ist. Anfangs ist es
daher etwas schwierig sich einzuarbeiten. Verständigungsprobleme mit den
Kollegen gab es in keinster Weise, es ist sogar teilweise von Vorteil wenn die
Muttersprache unterschiedlich ist, da so gerade in der Anfangsphase weniger
Hemmungen vorhanden sind Englisch zu sprechen.
Als
den größten Benefit meines Aufenthalts dort würde ich (neben der herrlichen
Stadt und dem Zugewinn an internationaler Kompetenz) bezeichnen, keinerlei Hemmungen
mehr zu haben Englisch zu sprechen, auch wenn es noch lange nicht perfekt ist.