Wie eigentlich an allen amerikanischen Hochschulen spielt
auch an der SEU der Sport eine sehr große Rolle. So existiert an der SEU eine
Vielzahl an professionellen Teams verschiedenster Sportarten: Soccer (Men and
Women), Volleyball (Women), Basketball (Men and Women), Lacrosse (Men), Golf
(Men and Women) und Baseball (Men and Women)
Das bedeutet für die potentiellen Spieler, dass sie fast
täglich trainieren oder zum Spiel antreten. Das Ganze hat für sie aber den
Vorteil, dass dafür Stipendien bewilligt werden, die bei der Finanzierung des
Studiums helfen. Dies ist nicht zu unterschätzen, zumal die Kosten
(Studiengebühren + Essenskarte + Miete) pro Semester an der SEU bis zu 10000
Dollar betragen können!
Da die Teams sehr professionell geführt werden ist es für
Austauschstudenten kaum möglich bei diesen mit zu trainieren geschweige denn
mitzuspielen. Aber es gibt auch sonst eine ganze Menge an Möglichkeiten, sich
an der SEU sportlich zu betätigen. So gibt zum Beispiel ein Schwimmbecken auf
dem Campus und einen relativ großen Kraftraum. Außerdem gibt es mehrere Squash-
und Tennisanlagen sowie Baseball- und Fußballfelder.
Für alle die gerne Fußball spielen habe ich noch einen
besonderen Tipp: In jeden Semester finden Intramurals statt. Das sind
Hobbyturniere, zu denen jeder eine Mannschaft aufstellen kann. In unserem Fall
war ich der Captain, und habe dafür gesorgt, dass „Premont“ (unser Dorm) eine
eigene Mannschaft stellt. Hierzu müssen sich die Spieler in eine Liste eintragen,
wobei der Captain dann später der Ansprechpartner für die Organisatoren ist.
Unsere Mannschaft hat zwei bis drei mal die Woche trainiert und dann
schließlich beim Turnier den zweiten Platz erreicht. Das Ganze hat uns allen
viel Spaß gemacht, und gleichzeitig lernt man dabei eine Menge neuer Leute
kennen. Ich kann also nur jedem raten selbst ein eigenes Team auf die Beine zu
stellen.
Generell ist in Austin immer etwas los. Zum einen wird an
jedem ersten Donnerstag des Monats auf „South Congress Avenue“ (Hauptstraße zu
SEU) so eine Art Straßenfest gefeiert. Wenn man Glück hat bekommt man sogar
Freibier an einem der vielen Getränkestände serviert.
Zudem ist jede Woche donnerstags „College Night“ in Downtown
Austin. Das bedeutet, dass viele Studenten (vor allem auf der 6th Street)
unterwegs sind und in vielen Lokalen das Bier nur 1 Dollar kostet
(normalerweise um die 3 Dollar!). Auch am Wochenende ist auf der Partymeile 6th
Street immer was los! Allerdings sollte man immer seinen Ausweis dabei haben,
da man an jeder Tür danach gefragt wird (egal wie alt man aussieht). Ratsam ist
es dabei auch, sich möglichst frühzeitig einen Texanischen Ausweis zu besorgen,
da der deutsche Ausweis nicht jeden Türsteher wirklich überzeugt.
Die beste (und günstigste) Alternative bieten am Wochenende
allerdings Privatpartys. Wer kontaktfreudig ist und sich gut mit seinen
Mitstudenten versteht, der bekommt hierzu jedes Wochenende die Gelegenheit.
Dabei ist es nichts Außergewöhnliches, wenn an einem Wochenende auch mal drei
oder vier Partys besucht werden. Anfangs ist es zwar etwas gewöhnungsbedürftig,
dass hier die meisten Gäste jünger als man selbst sind, aber das tut dem
Spaßfaktor keinen Abbruch. Man sollte lediglich zusehen, dass die
Mitfahrgelegenheit die Finger vom Alkohol lässt... falls nicht kostet eine
Taxifahrt von 15 Minuten um die 7 $.