Das Studieren in Austin
Erst
einmal: Das Studieren an der St. Edward’s University ist „awesome“- eines der
Lieblingswörter der Amis!!! Die Vorlesungen werden allgemein in kleinen Gruppen
gehalten, so dass eine persönlichere Atmosphäre für Diskussionen etc.
geschaffen wird. Die Amerikaner setzen sich sehr für Unterrichtsgespräche ein
und fördern das Kennenlernen in der Gruppe durch Gruppenpräsentationen und
gemeinsame Projekte. Man lernt die Dozenten dadurch ebenfalls besser kennen, da
sie häufig auch persönliche Erfahrungen mit einfließen lassen und die
Vorlesungen somit sehr anschaulich werden.

(SEU Campus
mit Hauptgebäude)
Classes at SEU
Als „exchange
student“ muss man mindestens 12 Semesterwochenstunden (SWS) belegen, um den
eigenen Visa-Status als Student zu behalten. Die Dauer der Kurse an der SEU
wird in „credit points“ ausgedrückt, was unseren SWS entspricht. Man kann dabei
zwischen Kursen wählen, die einen, zwei oder drei „credit points“ umfassen. Ich
wählte in meinem Auslandssemester vier Kurse, die jeweils drei „credit points“
gaben (wobei mehr points empfehlenswert sind, falls man einen Kurs „droppen“
will!!), und zwar: Principles of Marketing,
Current Issues in Branding, Spanish I und Human Resource Management. Bei der
Wahl der Kurse innerhalb der „School of Business Administration“ (als GuS-Studentin
studierte ich dort „Business Administration“!!) hat man freie Hand und ich muss
sagen, dass es wirklich sehr viele interessante Kursangebote gibt, die man aber
leider aufgrund des Arbeitsaufwands nicht alle belegen kann (womit wir an einem
weiteren wichtigen Thema angelangt wären!!). Das jeweilige Bulletin des
aktuellen Semesters ist auch auf der Homepage der SEU herunterzuladen. Bei der
Wahl der Kurse hilft einem auch der zugeteilte „Advisor“, der dabei die
Englisch-Kenntnisse und den jeweiligen Wissensstand berücksichtigt.

(2
Remagener und 2 Koblenzer in New Orleans)
Papers, Exams und vieles mehr…
Man hat mit
12 „credit points“ im Semester viel zu tun, anders kann man das nicht sagen!!
Im Gegensatz zu unserem Studium an der FH, bekommt man an der SEU in fast jedem
Kurs Hausaufgaben auf, deren Bearbeitung einiges an Zeit in Anspruch nimmt. In
meinem Kurs „Principles of Marketing“ musste ich z.B. insgesamt fünf „papers“
abgeben, die jeweils drei bis fünf getippte Seiten umfassten. In meinem
Spanisch-Anfängerkurs wurde z.B. jede Woche ein Test geschrieben usw. Hinzu
kommen außerdem mindestens ein „midterm exam“ und ein „final exam“ pro Kurs.
ABER: keine Angst!! Durch das Niveau der Hausaufgaben oder Tests ist das
Bestehen der Kurse sehr gut zu schaffen. Man ist zwar viel beschäftigt, muss
dafür aber keine Gehirnakrobatik vollbringen.

(Bei der
Medaillon Ceremony zur Begrüßung der neuen Studenten)
Teacher
Von meinen
Dozenten war ich sehr begeistert!!! Es gab keinen Prof., der mir irgendwie
ungerecht, gemein oder unfähig vorkam. Sie waren alle sehr kompetent und
hilfsbereit und unterstützen ihre Studenten bei Problemen. Außerdem verhielten
sie sich sehr offen: mit unserem Spanisch- Dozenten waren wir z.B. am Ende des
Kurses in einer spanischen Tacceria essen und unsere Branding- Professorin lud
uns zu einem Essen zu sich nach Hause ein!
Alles in
allem lässt sich nur sagen, dass sich ein Semester an der SEU total auszahlt
und zu einem unvergesslichen Erlebnis wird!!!
Claudia
Dahn